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Informationen über Gentechnik
Definition:
Gentechnik ist die Neukombination von Erbanlagen über Artgrenzen hinweg. Zum Beispiel Bakteriengift im Mais: Bt-Mais
Geschichte:
Gentechnische Verfahren gibt es seit 1973. Erste Freisetzungsversuche seit 1980. 2003 werden weltweit ca. 70 Mio. ha genmanipulierte Pflanzen angebaut. Im wesentlichen Raps, Mais, Soja und Baumwolle. 80% aller gentechnisch veränderten Pflanzen wandern in den Futtertrog unserer Nutztiere und gelangen so in die Nahrungskette. 70% der Bauern und Verbraucher lehnen Gentechnik in Lebensmitteln ab.
Kennzeichnungspflicht:
Lebensmittel unterliegen der EU-Kennzeichnungspflicht, wenn sie "zufällige oder technisch unvermeidbare GVO-Spuren von mehr als 0,9% pro Inhaltsstoff enthalten". Lebensmittel tierischer Herkunft sind nicht kennzeichnungspflichtig.
Folgen der Anwendung gentechnischer veränderter Kulturen einmal freigesetzter Gene sind in der Natur nicht mehr rückholbar.
- Unkontrollierte Verbreitung kann u.a. durch Pollenflug, Insektenbestäubung, Verluste und Vermischungen bei Transport, Lagerung und Verarbeitung erfolgen
- Schädigung von Nützlingen erfolgt durch direkten Kontakt mit der Pflanze, über deren Nahrungskette, oder mit Ernterückständen im Boden (Bodenlebewesen)
- Beschleunigte Selektion tritt bei Schadorganismen durch den häufigen Kontakt mit den Giften auf.
- Herbizidresistenz von Ackerunkräutern wird durch Auskreuzung hervorgerufen und führt zu Höherem Pestizidverbrauch als ohne Gentechnik
- Antibiotikaresistenz als Markergen kann Bakterien gegen Antibiotika unempfindlich werden lassen
- Verlust an Sortenvielfalt und regionalen Besonderheiten lässt die Genreserven der konventionellen Züchter schrumpfen
- Gesundheitliche Folgen sind durch fehlende Langzeitversuche kaum abschätzbar. Neue Gene in veränderter Pflanzen können ebenso auch Allergene sein
- Patentierung von Sorten verleiht dem Inhaber monopolartige Rechte, ein Nutzer muss Lizenzen zahlen
- Produkthaftung müssen nach geltendem Recht immer die Anwender voll übernehmen. Keine Versicherung übernimmt einen Versicherungsschutz
Information:
Von Glyphosat, dem Wirkstoff in roundup und basta wurden in den USA 1995 ca. 3000 Tonnen eingesetzt, 2001 um die 15.000 Tonnen. Durch das Gift kann eine Pflanze lebenswichtige Eiweißbausteine nicht mehr herstellen und stirbt ab. Genmanipulierte Pflanzen sind immun gegen diesen Wirkstoff und werden somit zum "Superunkraut". Dieses Mittel sei nach Angaben der Hersteller durch seine schnelle Abbaubarkeit besonders umweltfreundlich und stelle somit keine Gefährdung des Grundwassers dar. Dänische Forscher fanden allerdings Verunreinigung mit Gyphosat im Grundwasser, daraufhin erließ die dänische Regierung Einschränkungen der Anwendung von Glyphosat.
Die Gemeinde Ascha strebt einen gentechnischfreien Anbau an.Bereits 80% haben sich dazu schriftlich bereit erklärt
Machen auch Sie mit! Unser Handeln bestimmt unsere Zukunft!
Nähere Informationen und Ansprechpartnerin hierzu ist
Frau Cornelia Maurer, Hochfeld 5, 94347 Ascha, Tel. 09961/6281

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